Als Sohn zweier Kanuten wurde Ronny in den Sport hinein geboren. Schon lange bevor er Schwimmen konnte, saß er zum ersten Mal in einem Boot. Bis zu seinem elften Lebensjahr trainierte er im Ruder und Kanuverein 1928 Berlin e.V. Dann begann er für den Ruder- und Kanuverein (RKV) Berlin an Wettkämpfen teilzunehmen. Obwohl er erst mit dreizehn Jahren startberechtigt sein sollte, absolvierte er schon mit zwölf seine erste Regatta. 1995 sicherte sich der 15 jährige Rauhe die ersten Titel bei den Deutschen Meisterschaften und noch im selben Jahr nominierte er sich für die Juniorennationalmannschaft der 17- und 18jährigen. Unter seinem damaligem Landestrainer Eckehart Sahr gewann er in den nächsten drei Jahren insgesamt vier Titel bei den Junioren-Weltmeisterschaften und drei Titel bei den Junioren-Europameisterschaften.
Der von der Deutschen Sporthilfe zum Juniorsportler des Jahres 1998 gewählte Kanute hat einen außerordentlichen Siegeswillen und verfügt über enormes Selbstbewusstsein. Bei der Weltmeisterschaft 1999 erkämpfte der Potsdamer auf Anhieb Bronze. Hier qualifizierte er sich zusammen mit Tim Wieskötter mit einem sechsten Rang für die Olympischen Spiele 2000. Bei den Olympischen Spielen in Athen werden sie Olympiasieger und in Peking folgt die Silbermedaille. Bis 2009 bilden die beiden Athleten das unschlagbare Duo im K2 auf der 500m-Strecke.
Inzwischen kann Ronald Rauhe eine Erfolgsbilanz von insgesamt 28 internationalen und 42 nationalen Titeln vorweisen. Nach seinem Dreifachtriumph bei den Weltmeisterschaften in Szeged/ Ungarn und seinem Erfolg in Kanada stehen nunmehr 13 WM-Titel zu Buche. Er hat sich Weltbestzeiten im K1 über 200m und im K2 über 500m und 200m gesichert und zog in der Goldbilanz an dem erfolgreichsten Kanurennsportler der Welt, Rüdiger Helm, vorbei.